

Silberprägung - Hugo Capet, König der Franken - 987
1. Juli 987 Hugo Capet zum König der Franken gewählt
987. Die Karolinger-Dynastie, die 800 von Karl dem Großen glanzvoll gegründet wurde, hat sich erheblich geschwächt. Nach dem Tod ihres letzten Vertreters, Ludwig V. „der Faule“, am 22. Mai ohne Erben, versammelt sich die Versammlung der großen Herren des Westfrankenreichs im Juni in Senlis, um einen neuen König zu wählen. Am 1. Juli wählt sie den Grafen von Paris, Hugo Capet, zum König der Franken. Er war für die damalige Zeit bereits ein reifer Mann (47 Jahre). Über seinen Vater Hugo I. war er Erbe einer mächtigen aristokratischen Linie, der Robertiner, die seit zwei Jahrhunderten mit den Karolingern und den Ottonen (einer großen Familie des sächsischen Adels) um die Macht konkurrierte. Karolingisches Blut floss auch durch die Adern des neuen Königs, über seine Großmutter Béatrice von Vermandois, eine Nachfahrin Karls des Großen im 5. Grad.
Zwei Tage nach seiner Wahl wird Hugo Capet in der Kathedrale von Noyon vom Bischof von Reims, Adalbéron, nach einem 751 von Pippin dem Jüngeren etablierten Ritual gekrönt. Trotz seiner Wahl und Krönung musste der König seine Legitimität mit Waffengewalt verteidigen. Während seiner ersten beiden Jahrhunderte hatte die Dynastie der Kapetinger nur über ein begrenztes Gebiet zwischen Paris und Orléans Autorität, während der Rest des Königreichs in den Händen der Feudalherren verblieb.
Auch wenn es Hugo Capet nicht gelang, seine widerspenstigen Vasallen unter Kontrolle zu bringen, markiert seine Herrschaft dennoch einen Wendepunkt für die französische Monarchie. Indem er sich mit der Kirche und ihren mächtigsten Bischöfen wieder verband und sich mit den großen Fürsten verbündete, stärkte der König seinen Thron und setzte all seine Energie daran, eine dauerhafte Dynastie zu gründen, indem er seinen Sohn Robert den Frommen bereits 987 einbezog. Dies gelang ihm: Dieser wurde nach dem Tod Hugo Capets im Jahr 996 gekrönt. Nach diesem Vorbild unterwarfen sich die ersten Generationen der Kapetinger weiterhin der feudalen Wahlordnung, sorgten aber dafür, dass ihr ältester Sohn zu ihren Lebzeiten gewählt wurde. Erst zwei Jahrhunderte später, als die französische Monarchie stark genug geworden war, konnte sie sich bei der Nachfolge Philipps August am 14. Juli 1223 vom Wahlritus lösen. Die Dynastie der Kapetinger sollte so bis zur Revolution (1792) und dann von der Restauration (1815) bis zum Ende der Julimonarchie (1848) ununterbrochen über Frankreich herrschen.
Währung:
Land: Frankreich
Metall:
Gewicht: 14,6g
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